22. Februar 2010.
Nach Monaten der Kälte ist es so weit: Der Schneefall hat ein Ende. Es regnet…
Der Rock'n'Roll hat erst mal Pause, es gibt wichtigeres. Was da unten bei dem Mann mit der rosa Mütze steht, hat mir den Kopf anschwellen lassen. Jetzt langt's, ich werde mich jetzt outen. Ich habe 35 Jahre lang den Schnabel gehalten. Jetzt ist es an der Zeit, ein paar Zeilen aufzuschreiben, in der Hoffnung, dass irgendwer sie an die Öffentlichkeit zerrt. In der Hoffnung, dass ich dazu beitragen kann, diesen Kerlen endlich das Handwerk zu legen, und wenn sie mir das Haus anzünden. Warum ich das hier auf dieser Website tue? Weil es zu lange dauert, ein Buch zu schreiben und der derzeitige Skandal bis dahin längst wieder in den Schubladen des Vatikans verschwunden ist. Bis dahin haben die Brüder längst wieder ihr Schmerzens- und Schweigegeld bezahlt. Deswegen mach ich's gleich hier. Also, dann wollen wir mal ein bisschen gegenpolarisieren, Herr Bischof…

Mixa: Sexuelle Revolution mitschuldig

dpa, veröffentlicht am 16.02.2010


Foto: dpa

 

 


Augsburg - Der sexuelle Kindesmissbrauch an katholischen Einrichtungen ist nach Überzeugung des Augsburger Bischofs Walter Mixa auch eine Folge der zunehmenden Sexualisierung der Öffentlichkeit. "Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig", sagte Mixa in einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen".
Ich aber sage euch:
"Und sie redeten irre und trugen seltsame Gewänder…"

Ich versichere euch: Die Geschichten, die ich euch jetzt erzählen werde, haben sich so zugetragen, wie ich sie hier aufschreiben werde. Sie wurden auch nicht verfremdet, weil das Gehirn erfahrungsgemäß im Laufe der Zeit so einiges dazudichtet und -erfindet. Diese Ereignisse haben sich eingebrannt. Die kann man gar nicht verfälschen. Ich schreibe sie deshalb auf, weil die katholische Kirche neben allerlei anderem abstrusen Unsinn zu glauben scheint, dass sich ihre nachgewiesenen Missbrauchsfälle an Kindern allein auf sexuelle Übergriffe beschränken. Dazu scheinen Bischof Mixa und seinesgleichen tatsächlich der Auffassung zu sein, dass es sich hier um ein dem Zeitgeist zuzuordnendes Phänomen handelt. Die sexuelle Aufklärung und die sexuelle Revolution werden als eigentliche Übeltäter benannt, nur nicht das Individuum, das sich in Gestalt katholischer Priester, Pfarrer, Pater und Präfekten an Kindern vergeht. Der Täter als Opfer des Zeitgeistes. Ha. Ha. Ha….
Wie billig, Mixa. Ebenso typisch wie billig und dieses Mal noch dazu außerordentlich unverschämt, selbst für eure biederen und manchmal menschenverachtenden Verhältnisse. Dabei wird ein wesentlicher Teil eures Unwesens immer gerne übersehen.
Es gibt nämlich noch eine andere Art der Vergewaltigung, die selbstverständliche nur als Einzelfall einiger verirrter Hirten betrieben wird. In meinem eigenen Fall ist es lange her, und, eurem seltsamen Gott mit seinen oft recht kruden Ansichten über die menschliche Existenz sei's möglicherweise gedankt, ich bin mit relativ gesundem Geist aus der Sache rausgekommen.
Obwohl, manchmal bin ich mir da nicht mehr so sicher…
Ich habe sieben Jahre, von 1973 bis 1980, meinem zehnten bis siebzehnten Lebensjahr, in einem katholischen Internat gelebt. Hinter den vergitterten Fenstern kam es meines Wissens nach nicht zu sexuellen Übergriffen. Ich betone: Meines Wissens nach. Dafür spielte Gewalt eine umso größere Rolle. Die Patres kann ich noch benennen, wenn auch nur mit Vornamen. Die Nachnamen hau ich aus irgendeinem Grund durcheinander, das lass ich mal lieber.

- Pater Paul, allein auf weiter Flur und damit eindeutig in der Mehrzahl und den Durchschnitt repräsentierend, war ein herzensguter Mann. Pater Paul war ein guter Mensch. Er sei, aus billigen, stilistischen Gründen, um die Spannung erhöhen zu können, zuerst genannt. Aber dann:

- Pater Ulrich. Diese erste Szene spielte sich in einem der "Studiersäle" ab. Man muss dazu erwähnen, dass wir in den ersten Jahren zum Teil bis zu dreißig Schüler in einer Jahrgangsstufe waren, welche, die Jahrgänge nach Stockwerken von unten nach oben zugeteilt, in Sälen zusammenlebten. So gab es Speisesäle, Schlafsäle und eben jene Studiersäle. Ulrich, der später die Leitung des Internats übernahm, überwachte an diesem Tag die Hausaufgaben, die bei totaler Stille und unter totalem Schweigen erledigt werden mussten. Zuwiderhandlungen wurden mit Ohrfeigen und interessanten Kopfnussvariationen bestraft. Ich kann mich nicht erinnern, wie es dazu kam, aber wir saßen an diesem Tag plötzlich in einem aus Stühlen gebildeten Kreis um Pater Ulrich herum. Der Mann beschäftigte sich aus unerfindlichen Gründen mit eigentlich so katholizismusfremden Phänomenen wie fernöstlicher Meditation, indischen Entspannungsübungen und, man höre und staune, auch der Hypnose. Letzterer war er in weitem Umfang mächtig; dazu kommt, dass Kinder im Alter von zehn oder elf Jahren eben leicht zu manipulieren sind. Optimale Voraussetzungen für einen Psychopathen wie Uli. Er ließ einen von uns in der Mitte Platz nehmen und begann mit der Vorstellung. Er ließ den Zeigefinger kreisen und sprach mit ruhiger Stimme auf den jungen Kandidaten ein, bis dieser in den "Hypnoseschlaf" verfiel. Dann erzählte er dem Jungen, dass er in einem Ameisenhaufen sitzt und dass die Viecher anfangen, ihn überall zu beißen und zu zwicken. Der Junge fing an, sich auszuziehen und sich am ganzen Körper zu kratzen, konnte sich aber gegen die Übermacht der eingeredeten Ameisen nicht wehren und wurde der Situation nicht Herr. Ulrich brach seine Zirkusshow ab und ließ den Jungen aufwachen, aber erst, nachdem er ihm den nächsten Hammer eingetrichtert hatte: "Wenn du aufwachst, ist der Schüler XY dein Todfeind. Du hast nie im Leben jemanden gehasst wie den, er ist das Schlimmste und Furchtbarste, was dir je begegnet ist, du wirst ihn ausradieren. Ich zähle jetzt rückwärts von zehn bis Null, dann wachst du auf." Der Junge wachte auf, sah XY an der anderen Seite. Und legte los. Ich glaube, er hätte den umgebracht, wenn wir ihn nicht zu fünft oder sechst festgehalten hätten. Der war absolut von Sinnen. So was hab ich seither nicht mehr gesehen. Nicht mal in Gunzendorf auf Tanz.
Zwei Tage später war ich an der Reihe. Wegen einer Nichtigkeit, die nichtiger nicht sein konnte: Kinder rutschen eben nun mal Treppengeländer hinunter, das ist kein Verbrechen. In Ulrich's Augen war's eines. Er hat mich unten am Ende des Geländers mit weiten Armen empfangen und ließ gleich darauf den Finger kreisen. Ich hatte gesehen, was mit XY passiert war und ließ mich nicht auf das Spielchen ein. Das hat Uli ziemlich wütend gemacht. Er griff sich mein linkes Ohrläppchen zwischen Daumen und Zeigefinger. Und langsam, aber stetig den Druck erhöhend, hat er zugedrückt. Probiert's aus. Oder besser: Lasst es jemanden an euch ausprobieren. Ihr werdet im Selbstversuch nicht weit kommen. Das tut nämlich echt richtig weh. Als ich endlich anfing zu schreien, zog er seinen Arm und damit mich am Ohr hoch. Schön langsam. Ich hing an seinem Unterarm an meinem eigenen Ohrläppchen, welches sich zusehends zum Ohrlappen ausweitete.
Uli hat dauernd so Zeug gemacht. Der war definitiv nicht ganz sauber. Das typische Zölibatsopfer. Wenn der Druck aus dem Kochtopf nicht raus kann, explodiert er halt oder sucht sich andere Wege. Die anderen Wege waren eben nun mal diverse Körperteile von kleinen Buben. Wie bei den anderen Spinnern auch:

- Pater Albin war ein Bär von einem Mann und hat gerne gesoffen. Auch eine Art der Kanalisation unterdrückter Triebe. Wenn er dann verkatert zuschlug, wuchs kein Gras mehr. Eine der schönsten Episoden meiner Schulzeit ist diese hier: Ich hatte gerade Tischdienst. Das hieß, einer am Tisch war jeweils zuständig dafür, allen anderen das Essen von der Küche an den Tisch zu tragen. Gewechselt wurde wöchentlich. Bedingung dafür, dass man im "Menü" auch an den "Hauptgang" kam, war, dass man vorher einen Teller Suppe zu Essen hatte, ob man wollte oder nicht. Da hat sich natürlich jeder gesträubt. Mein Tischnachbar konnte mich blöderweise nicht besonders leiden (ich ihn auch nicht) und schöpfte mir einen Löffel der verhassten Brühe in meinen Teller. Worauf ich ihm natürlich ebenfalls eine Kelle voll einschenkte und die Riesensuppenschüssel daraufhin weiterzugeben versuchte.
Dann weiß ich nichts mehr.
Aufgewacht bin ich bei Totenstille vor einem Wandschrank, die Suppe literweise auf mir drauf. Blut aus meiner Nase überall, das rechte Auge zugeschwollen und zwei Tage nicht mehr zu gebrauchen. Sie haben mir erzählt, dass "der Alte" gesehen hat, wie ich den Schöpflöffel in den Teller meines Nachbarn gleiten ließ und daraufhin völlig ausgerastet ist. Er ist durch den Speisesaal gerannt und hat mir aus der Schulter heraus die geschlossene Faust ins Gesicht geschlagen. So was haut einen Elefanten um. Einen elfjährigen Jungen jedoch lässt es mühelos samt Suppenschüssel in die Ecke fliegen. Die Tür von dem Schrank hatte auch nen Treffer. Sie haben ihm gesagt, dass mein Tischnachbar mit dem Scheiß angefangen hat. Albin hat sich aber nie entschuldigt.

- Pater Leopold war einfach zumindest aus heutiger Sicht nur ein Mitläufer. Ich glaube, er hatte einen guten Kern, weiß aber trotzdem nicht, was in seinem Schädel "in Echtzeit" vorging. Ganz dicht waren die alle nicht, und einige haben wohl aus Gründen der Gruppendynamik einfach mitziehen müssen, um sich selber nicht auszugrenzen. Leo kam nachts an die Betten und streichelte unsere Köpfchen. Also bei mir zumindest nur das Köpfchen. Ich würd's euch sagen, aber mehr war nicht. Weil wir gewusst haben, dass er kommt, haben wir uns ab und zu verkehrt rum ins Bett gelegt. Da streichelte der gute Hirte dann die Füßchen, bis er's merkte. Und dann lachte er immer ein leises, gutmütiges Katholikenlachen. Der konnte aber auch anders. Den anderen war das größtenteils wurscht, was in der Schule so los war, aber Leo war einer der letzten in der Bastion derer, die sich wenigstens peripher mit der schulischen Leistung einzelner Internatsinsassen befasste. Wenn auch unter Anwendung mittelalterlicher Methoden. Ich kann mich sehr gut erinnern, wie er uns bei schlechten schulischen Leistungen in seinem herrschaftlichen Zimmer antraben ließ. An seinem Eichenschreibtisch mussten wir die Finger ausstrecken. Bei einer Vier gab's acht mit dem Rohrstock über die Flossen, bei `nem Fünfer zehn, und ne Sechs war nicht auszuhalten. Dabei hat er mir manchmal sogar Gitarrenstunden gegeben.

- Und jetzt alle! Zum Nikolaustag gab es ein ganz besonders amüsantes Spektakel. Als wir später vierzehn, fünfzehn Jahre alt waren, haben wir darüber gelacht, aber mit elf Jahren sah das noch anders aus. Meine Kinderseele hatte echt so richtig Angst damals. Das war so: Es durfte zur heiligen Weihnachtszeit, wenn der Schnee anfing zu fallen und man sich an den sternenklaren Nächten freute, jeder Schüler über einen x-beliebigen anderen, der ihm gestunken hat, ein Gedichtlein schreiben. Selbiges kam zum Vortrage durch den Nikolaus selbst, welcher sich in folgendem geradezu irrsinnigen Szenario niedergelassen hatte: Der Studiersaal war voll, die Tische aus dem Weg geräumt, die Stühle in Reihen angeordnet, das Licht war verdunkelt oder ganz aus, bis auf den Platz, an dem der Heilige selbst saß. Alle Internatsschüler waren anwesend. Der Nikolaus, welcher, was die meisten von uns Jungen nicht wussten, von einem Abiturienten gespielt wurde, saß auf einem Thron und wurde flankiert von zwei Knechten, ebenfalls aus der Abiturklasse, jedoch furchterregend anzusehen. Die Kerle waren in Kartoffelsäcke gehüllt, man konnte beim besten Willen nicht erkennen, wer drin steckte. In den ersten beiden Jahren trugen die außerirdischen Geschöpfe auch noch Gasmasken. Weiß der Teufel, wo sie die her hatten, aber die Masken ließen sie allein durch das Geräusch beim Atmen noch übler erscheinen. Der Nikolaus rief dann die Namen der Jungen auf, die im Gedichte verewigt waren, und trug dann die allersüßesten Reime vor, nachdem der Benannte sich zwischen die beiden Knechte gestellt hatte. Abhauen konnte der nicht, keine Sorge. Die Knechte waren mit Weidenruten ausgestattet und schlugen damit jedes Mal, wenn in dem Gedicht was Negatives über die arme Sau in der Mitte erzählt wurde, von hinten in die Beine. Und es gab nur Negatives zu berichten. Wir waren alle keine Engel, wir wussten alle, wie wir unsere Kumpels zwischen die zwei Folterknechte brachten. Die Gewalt gedieh in den heiligen Mauern und geriet zum Zeitvertreib. Die Nikolaus-Szenerie war unglaublich. Die Angst der Kinder ebenso. Es gab einige Eingeweihte, die taten sich ein bisschen leichter mit der ganzen Sauerei, weil sie informiert waren, wer hinter der Maskerade steckte. Aber ich gehörte zu denen, die gar nichts wussten. Ich hatte eigentlich die ersten zweimal nur Angst. So richtig Angst…

Jetzt langt's dann aber. Ich hör' jetzt auf. Schockiert? Das waren doch bloß ein paar Szenen. In echt ging das sieben Jahre so zu. Da gewöhnte man sich dran. Das war noch laaaaaange nicht alles, Leute. Ich wollte euch nur ein paar von den Herrschaften vorstellen, um euch ein bisschen zum Nachdenken anzuregen. Jetzt kommt schon, Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ihr finanziert doch diese Leute mit eurer Kirchensteuer. Da müsst ihr doch dann auch dazu stehen. Keiner von euch wird jetzt loslaufen und aus der Kirche austreten, dazu seid ihr doch schon viel zu lange dabei, oder? Und was sollen denn da die Nachbarn sagen? Und den Kleinen soll schließlich der weiße Sonntag nicht genommen werden. Also. Auf geht's, fröhlich in den Tag gegrinst. Wenn die damals Prügel gekriegt haben, dann haben sie sie wahrscheinlich gebraucht! Uns haben sie ja auch nicht geschadet. Ab und zu mal ein paar Ohrfeigen haben noch keinen umgebracht. Ja, so gefallt ihr mir schon eher, jetzt kenn ich meine Oberfranken wieder.
Franziskaner waren die Schläger übrigens. Alle, wie die Jesuiten und andere Orden, natürlich ausnahmslos Ausnahmefälle. Sonst würden die doch keine Kinder erziehen dürfen, ist doch klar. Nur, damit ihr ruhig schlafen könnt.
Mal im Ernst: Warum behandelten die uns damals so? Wegen dem Zeitgeist? Weil Boxen damals gerade "IN" war? Weil im September 1973 Mohammed Ali gegen Ken Norton gewonnen hat? War das vielleicht eine Art Sport?
Warum werden Kinder von denen vergewaltigt und sexuell missbraucht? Weil die Achtundsechziger damals gesagt haben, dass Sex eigentlich ganz ok ist? Wieder Zeitgeist?
Die Inquisition auch?
Wenn Bischof Mixa das tatsächlich glaubt, hat er keine Ahnung von dem System, in dem er lebt. Die Katholiken haben so Zeug Jahrhunderte lang betrieben. Vorsätzlich und mit System. Wenn es zu all diesen Untaten einen Zeitgeist gab, dann hat der Katholizismus ihn per Zölibat und unter totaler Kontrolle selber geschaffen. Nicht die Frauen, die als Hexen verbrannt wurden, nicht die Kinder, die sie geprügelt und missbraucht haben, und vor allem nicht die 68er Hippies in ihren Kommunen damals. Das war die Kirche selber.
Sie werden sich jetzt reihenweise wieder im Rahmen des derzeitigen Skandals für die Kinderschändung entschuldigen, werden euch wissen lassen, dass jeder Zusammenhang zwischen Zölibat und Missbrauch gelogen ist, werden wieder ein paar Mark Schweigegeld bezahlen und Gras drüber wachsen lassen. Und dann geht der ganze Zinnober von vorne los. Immer wieder und immer wieder. Die werden nie aufhören.

Man wird die Pädophilie immer da finden, wo Kinder ihr ausgeliefert sind, und nicht von vornherein in irgendwelchen Therapiezentren. So wie man Säufer in den Kneipen findet, und nicht in der Heilsarmee. Dazu kommt, dass den Tätern das System der katholischen Kirche nahezu uneingeschränkte Macht verleiht. Ihr kniet nämlich alle vor ihnen nieder, wenn sie euch sagen, dass der Herrgott dies und jenes so will. Das hat mit Religion gar nichts mehr zu tun. Die katholische Kirche ist vielmehr unabdingbarer Bestandteil der hiesigen Kultur geworden. Das ist der Hauptgrund dafür, warum man an ihr festhält. Was soll denn euer Nachbar sagen, wenn ihr nicht mehr in der Kirche seid? Gruppendynamik und der Zwang zur Ein- und Unterordnung dient auch hier auf fatale Weise der Erhaltung des Systems. Wenn diese Leute von euch via Kirchensteuer auch noch gut bezahlt werden, können die's doch gar nicht besser treffen. Der Fehler liegt nicht im System, das System selbst IST der Fehler. Es lädt aufgrund seiner Beschaffenheit, also per se, zum Missbrauch ein. Und es wird sich, solange ihr es finanziert, nicht ändern. Da könnt ihr so viel Mitleid mit den Kindern haben, wie ihr wollt, ihr hängt alle per Saldo mit drin. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, dieses Systems Herr zu werden, und die ist, aus der katholischen Kirche auszutreten. Wenn ihr das nicht tut, dann

HÖRT ENDLICH AUF MIT EURER BETROFFENHEITSHEUCHELEI UND HALTET DIE KLAPPE!

Aus, fertig und ein protestantisches Prost, Frau Käßmann

Gute Nacht.

Steff