PS: Immer, wenn du denkst, es geht nicht mehr (Komisch: Bei
"mehr" schreib' ich immer "Mahr".
Wahrscheinlich, weil die eben auch keinen schlechten Gerstensaft
brauen), kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
Diesmal in Gestalt meines alten Weggefährten Thomas Wenzel, dem ich
zeitgleich und ohne jede Vorahnung einen der neuen Links zukommen
ließ und welcher sich erdreistete, in Dieter Bohlens Gästebuch
Folgendes zu veröffentlichen (Ich zitiere wörtlich. Das spart mir
eine Menge Arbeit, weil ich's erstens nicht selber zu schreiben
brauche und zweitens mich nicht selber auf das sprachliche Niveau
begeben muss, das erforderlich ist, wenn man derlei Hohlkörpern wie
dem Dummschwätzer der Nation eine auf die Nuss hauen will. Und
außerdem tut's gut, endlich mal mitzukriegen, dass man nicht der
einzige ist, der wie der gute alte Don Quichote gegen Windmühlen
kämpft) :
Lieber Dieter,
ich gebe zu, dass auch lokalpatriotische Motive in meinem Fall
eine gewisse Rolle spielen, denn Michelle Bowers stammt ganz aus der
Nähe von Bamberg.
Doch auch, wenn ich auf Helgoland wohnen würde und das Mädchen in
Garmisch-Partenkirchen, wäre ich definitiv der gleichen Meinung.
Einem sechzehnjährigen Mädchen - noch dazu nach der ausführlichen
Thematisierung ihrer Krankheit im Kandidatenportrait der Sendung -
rheumageschädigte Stimmbänder vorzuwerfen, ist der tiefste
Abgrund, in den eine Geschmacklosigkeit fallen kann.
So etwas kann nur von einem glücksverwöhnten, komplett
charakterlosen, ignoranten Schwachkopf wie Dir kommen.
Ich weiß nicht mit welchem Recht jemand, der seit 30 Jahren das
gleiche Lied immer wieder schreibt und selbst eine groteske
Fratzenperformance mit nicht vorhandener Singstimme zum
weichgespülten Playback seine Bühnenpräsenz nennt, überhaupt
irgend jemandem erklären darf wie Musik geht.
Kommerzieller Erfolg ist frühestens das vorletzte Argument dafür,
dass Musik automatisch auch gut sein muss.
Jemand, der in einer solchen Jury sitzt, sollte selbst einen
großen, qualitativ hochwertigen musikalischen Background aufweisen.
Ein solches Jurymitglied sollte selbst ein sehr guter Songwriter,
Sänger und/oder Instrumentalist sein oder wenigstens anderweitig im
Business wirklich etwas geleistet haben. Gestandene Leute wie
Grönemeyer oder Udo Jürgens oder Marek Lieberberg, der
Konzertmogul, coole, geistreiche Typen wie Farin Urlaub oder auch
etwas jüngere, talentierte Leute wie Annett Louisan oder Sasha, die
wirklich was drauf haben und vor allem auch ein bisschen Hirn im
Schädel - die sollten in dieser Jury sitzen.
Ein unfassbar dreister Glückspilz wie Du, der außer den immer
gleichen 3 Akkorden aus der A-Moll-Kadenz in der größten
mathematisch möglichen Anzahl der Reihenfolgemöglichkeiten in
hunderte von "Songs" gepfercht und einer lächerlichen
Kopfstimme, die aus einer solariumgebräunten, feist grinsenden
Hackfresse kommt, nichts, aber auch gar nichts zu bieten hat und
dessen Erfolg nicht das geringste mit Talent oder Können zu tun
hat, gehört jedenfalls definitiv nicht hinein in eine solche Jury.
Okay - Du hast in die Gemeinschaftspsyche des anspruchslosen
Durchschnittsverbrauchervolkes die Lizenz zum Gelddrucken
gehirngewaschen.
Das ist Dein Erfolg.
Es wird mir für immer unbegreiflich bleiben, wie ein solcher
musikalischer Dünnbrettbohrer so lange so viele Menschen verarschen
konnte.
Beängstigend.
Aber dieser "Erfolg" gibt Dir weder das Recht, derartig
unqualifizierte Kommentare abzusondern, noch überhaupt Mitglied
einer solchen Jury zu sein.
Gib Deine Kohle aus, lass es Dir gut gehen, aber bitte: verschone
die Menschheit in der Öffentlichkeit mit Deinem zeckenhaften
Schmarotzergeblödel und neuerdings auch noch nervtötenden
väterlichen Ratschlagsgesülze.
Deutschland hat schon einen idealistisch fragwürdigen Papst.
Wir brauchen definitiv nicht noch einen oberpeinlichen
Goldkettchen-Proleten, der permanent ungefragt die Öffentlichkeit
mit der Selbsterkenntnis erfreut, der Erfinder der Musik und des
Erfolgs zu sein.
Selbstverständlich weiß ich, dass ich mich letztes Mal über
die Schmierfinken aufgeregt hab', die anderer Leute Gästebücher
verunstalten. Und selbstverständlich nehme ich mir das Recht, für
zwei Minuten das Gegenteil zu behaupten. Mir wurscht. Da sag ich mit
Konrad: Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?!
Vielen Dank, Thomas. So etwas lässt hoffen.
In diesem Sinne:
Bis demnächst
Steffffff |